Digitalsierung von Audio- und Diktierkassetten
Digitalisierung von Negativen und Papierfotos
Digitalisierung von DV Kassetten
Digitalisierung von Schallplatten
Video-, Audio- und Multimediaproduktion
Digitalisierung von VHS Kassetten
Digitalisierung von Tonbändern
Digitalisierung von Schmalfilmen (Super8, Normal8, 16mm)
Digitalisierung von Videofilmen
Digitalisierung von Dias

Wichtige Information über Internetangebote zum Thema "Digitalisierung".


Augen auf beim Rabatt-Gutscheinkauf im Internet

Internetportale, auf denen Gutscheine mit Rabatten angeboten werden, schießen seit geraumer Zeit wie Pilze aus dem Boden. Was steckt dahinter und wie seriös sind diese Angebote?

Die Anbieter, zum Beispiel dailydeal.de, groupon.de, dealticket.de, PromoZebra, cooledeals.de oder westdeal.de versprechen Preisnachlässe von bis zu 80 Prozent und mehr. ABER ACHTUNG! Keiner hat etwas zu verschenken. Je größer der angepriesene Rabatt, desto kritischer sollte man das Angebot prüfen.

Die Verbraucherzentrale Hessen informiert über Sparmöglichkeiten und Internetfallen bei der virtuellen Schnäppchenjagd in regelmäßigen Pressemitteilungen.

90 Prozent bei der Reisebuchung sparen? 80 Prozent bei der Digitalisierung von alten Schmalfilmen? 70 Prozent beim nächsten Online-Schuhkauf? 50 Prozent bei Hotelübernachtungen? Sogenannte Groupon-Dienste sollen es möglich machen. Doch echte Schnäppchen sind keineswegs immer garantiert.

Die Verbraucherzentrale Hessen hat die Internetseiten der Anbieter unter die Lupe genommen und dabei viele Tricksereien bei Preis- und Rabattangaben, undurchsichtige Vertragsbedingungen und teils erhebliche Lücken in punkto Datensicherheit festgestellt.

Über Reize und Risiken der virtuellen Schnäppchenjagd informiert eine neue Verbraucherinformation, die unter https://www.verbraucherzentrale-hessen.de kostenlos heruntergeladen werden kann.

Vor allem die mit jedem Angebot verbundenen Einschränkungen sind für den gutgläubigen Internetnutzer nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Fast alle Angebote sind zeitlich befristet, können nur zu besonderen Zeiten, nur in bestimmten Filialen oder nur nach Verfügbarkeit eingelöst werden. Gerade bei Warenkäufen ist die Gültigkeit der Gutscheine häufig von einem Mindestbestellwert abhängig, so dass der tatsächliche Rabatt erheblich geringer ausfällt als es die Werbung für den Gutschein verspricht.

Wer Rabattcoupons kaufen möchte, muss daher vor dem Gutscheinkauf genau rechnen und sollte das Kleingedruckte sorgfältig lesen,
erläutert Peter Lassek von der Verbraucherzentrale Hessen.

Hinter dieser neuartigen, cleveren Geschäftsidee steht die Idee des organisierten Live-Shoppings:
Auf den Angebotseiten können sich Kaufinteressenten zusammenschließen, um in der Gruppe Gutscheine bzw. Coupons für Restaurants, Dienstleister, Schwimmbäder, Tanzschulen, Wellness-Behandlungen und vieles mehr zu Vorteilspreisen zu kaufen.

Zum eigentlichen Kauf kommt es aber erst dann, wenn sich in der zuvor ausgewählten Stadt genügend Interessenten für ein Angebot gefunden haben.

Die Bandbreite der Angebote ist groß. Die meisten sehen mit ihren hohen Rabatten auf den ersten Blick durchaus verlockend aus, doch stimmten bei vielen der von der Verbraucherzentrale Hessen getesteten Angebote die Prozentangaben nicht. Häufig blieb völlig unklar, worauf sich der angebotene Rabatt bezieht und wie die Anbieter die ausgewiesene Ersparnis berechnen.

Durch Mindestbestellwerte und -mengen, hohe Tagespreise, die zur Berechnung der Prozentangabe erhoben worden sind oder auch durch den Aufschlag von Versand- und anderen Nebenkosten verändern sich die Preise schnell und liegen am Ende deutlich höher als der Verbraucher im ersten Moment vermutet.

Besonders kritisch sollten Verbraucher die vielfältigen Vertragsbedingungen in Augenschein nehmen, an die die Groupons geknüpft sind,
so Lassek weiter.

Viele Angebote sind zeitlich befristet und gelten nur für kurze Zeit, teils gibt es den Rabatt nur auf besonders teure Produkte. Mancher Groupon gilt nur an bestimmten Wochentagen oder je nach Verfügbarkeit.

Und was besonders dreist ist:
Der Nutzer muss bereits vor Abschluss des so genannten “Deals“ seine persönlichen Daten - inklusive Konto- oder Kreditkartennummer - preisgeben.

Doch gerade in puncto Datenschutz und Datensicherheit lassen die Internetseiten sehr zu Wünschen übrig: Häufig fehlt es an ausreichenden Sicherheitsvorkehrungen und verständlichen Datenschutzbestimmungen.

Knapp die Hälfte der näher betrachteten Online-Portale versenden persönliche Verbraucherdaten unverschlüsselt durch das Internet. Risiko: Ganze Online-Sitzungen können theoretisch von unberechtigten Dritten mitgelesen und gespeichert werden.

Bei einigen Anbietern bleibt völlig unklar, welche Daten für welche Zwecke und in welchem Ausmaß gespeichert werden. Verbraucher werden oft auch nicht hinreichend darüber aufgeklärt, dass ihre Daten an andere Unternehmen weitergegeben und für Zwecke der Werbung missbraucht werden.

Fazit der Verbraucherzentrale Hessen:
Wer die Angebote und Bedingungen sehr sorgfältig prüft und Grundregeln streng beachtet, kann gelegentlich ein kleines "Schnäppchen" machen. Als minimale Grundregeln gelten, auf Datensparsamkeit und -sicherheit achten und sich vor allem im voraus auch über die regulären Marktpreise der Produkte und vielfältigen Einschränkungen und Bedingungen informieren.

Nur so wird das vermeintliche Schnäppchen nicht zu einer überbezahlten Erfahrung.

Quelle: Verbraucherzentrale Hessen

Verschleierte Preise und übertriebene Rabattangaben

Wie wichtig eine vorherige Prüfung ist, zeigt das folgende Beispiel:
Ein Anbieter wirbt beispielsweise damit, dass man mit dem gekauften Gutschein einen Rabatt von 90 Prozent bekommt. Und das funktioniert so: Für nur 8 EURO erhält der Kunde einen 100 EURO-Gutschein eines Online Reiseveranstalters. Als Lockmittel wird mit sehr hohen Prozentangaben beim Rabatt geworben. Das Angebot lässt den Käufer glauben, er könne hier ein unglaubliches Schnäppchen machen. Doch Vorsicht! Gerade hier wird gerne und oft getrickst.

Beim genaueren Hinsehen des konkreten Angebotes fällt auf, dass der Gutschein an verschiedene Bedingungen geknüpft ist: Er gilt zum einen nur für Last Minute-Reisen. Zum anderen beträgt der Rabatt nur dann 90 Prozent, wenn die Reise auch wirklich nur 100 EURO kostet. Bei einem Reisepreis von 1.000 EURO oder 1.500 EURO wird auf diesen der Gutschein im Wert von 100 EURO angerechnet. Die Ersparnis fällt damit prozentual deutlich geringer aus.

Rechnen Sie selber: Wieviel Prozent sind 100 EURO von 1.000 EURO?

Auch bei Dienstleistungen, z.B. der Digitalisierung von alten Filmen (Super8-Schmalfilme oder Videofilme) lässt sich der tatsächliche Rabatt nicht immer genau berechnen. Gutscheinanbieter nehmen hier als Vergleichswert gerne den regulären Wert aus der Preisliste des Dienstleisters, verschweigen aber, dass dieser nur selten zum Einsatz kommt, wenn der Kunde ein ganzes Filmarchiv digitalisieren lassen möchte und dann in der Regel einen erheblichen Mengenrabatt vom Dienstleister erhält.
Deshalb:
Informieren Sie sich erst über die Preise von Dienstleistern in Ihrem Umfeld und holen Sie ein individuelles Angebot ein. Oftmals werden Sie dann feststellen, dass Sie dort günstiger bedient werden, als mit zweifelhaften Rabattgutscheinen im Internet.

Vorsicht: Mindestbestellwert und Versandkosten!

Vor allem bei Online-Käufen kommen oftmals nicht nur Versandkosten hinzu, darüber hinaus ist häufig auch ein bestimmter Mindestbestellwert zu beachten.
Kauft man zum Beispiel einen Gutschein für ein Fotobuch im Großformat im Wert von 50 EURO und zahlt dafür nur 15 EURO, so beträgt die Ersparnis nach den Berechnungen des von der Verbraucherzentrale Hessen in Augenschein genommenen Gutschein-Portalbetreibers satte 70 Prozent. Liest man allerdings genauer, wird sehr schnell klar, dass durch den Mindestbestellwert - im konkreten Fall lag dieser bei 80 EURO vor Abzug des Gutscheins und ohne Versandkosten - die Ersparnis sehr schnell auf unter 20 Prozent schrumpft.

Deshalb:
Prüfen Sie stets, ob das Angebot mit einem Mindestbestellwert verbunden ist. Dieser kann den Spareffekt sehr schnell relativieren.
Prüfen Sie, ob sich der angebotene Wertgutschein mit den beabsichtigten Ausgaben deckt.
Überlegen Sie genau, ob Sie tatsächlich bereit sind, den angegebenen (Mindest-) Betrag auszugeben.

Quelle: Verbraucherzentrale Hessen